Kein Wiki, kein Chatbot, kein Suchfeld
"Wir haben doch ein Wiki." "Wir nutzen schon ChatGPT." "Unser Dokumentensystem hat eine Suche." Alle drei Sätze sind berechtigt, und alle drei beschreiben etwas anderes.
Gegenüber einem Wiki
Ein Wiki enthält, was jemand aufgeschrieben hat. Das ist wenig, weil Aufschreiben Arbeit ist, die niemandem zugewiesen wird, und es veraltet, weil Pflege noch mehr Arbeit ist.
Ein Unternehmens-Gehirn liest, was ohnehin entsteht: Dokumente, Vorgänge, Mailverläufe. Es verlangt keine zusätzliche Pflege und veraltet nicht, solange die Quellen aktuell sind.
Ein Wiki bleibt trotzdem sinnvoll, für bewusst formulierte Regeln. Beides schließt sich nicht aus.
Gegenüber der Suche in Ihrem Dokumentensystem
Eine Suche findet Dateien. Sie beantwortet keine Frage.
Der Unterschied zeigt sich bei jeder Frage, deren Antwort in drei Dokumenten verteilt steht. Die Suche liefert drei Treffer, die jemand lesen muss. Das Gehirn liefert die Antwort und dazu die drei Fundstellen. Bei einer Frage macht das wenig aus, bei fünfzig am Tag verändert es den Arbeitstag.
Gegenüber einem allgemeinen Sprachmodell
Das ist der wichtigste Unterschied. Ein öffentliches Sprachmodell kennt Ihr Unternehmen nicht. Fragt man es trotzdem, antwortet es, weil das seine Aufgabe ist, und die Antwort klingt gut.
Ein Unternehmens-Gehirn antwortet aus Ihren Quellen und nennt sie. Findet es nichts, sagt es das. Warum diese Regel alles entscheidet, steht unter Belegpflicht.
Dazu kommt: Ihre Inhalte bleiben in Ihrer Umgebung und fließen nicht in fremdes Training.
Gegenüber einem Chatbot auf Ihrer Website
Ein Chatbot ist eine Oberfläche für Kunden. Ein Gehirn ist die Grundlage darunter, und zwar für alle Anwendungen: für die Beantwortung von Anfragen genauso wie für die Einarbeitung oder die Dokumentenprüfung. Wer mit dem Chatbot anfängt, baut die Fassade vor dem Fundament.
Wann Sie das nicht brauchen
Damit die Abgrenzung vollständig ist, hier die Fälle, in denen wir abraten:
- Sehr kleine Unternehmen mit wenigen Beteiligten. Wenn drei Leute alles wissen und täglich miteinander sprechen, gibt es kein Wissensproblem.
- Wenn das Wissen ohnehin an einer Stelle steht und gepflegt wird. Dann brauchen Sie eine bessere Suche, kein Gehirn.
- Wenn die eigentliche Frage eine Führungsfrage ist. Wenn niemand entscheidet, welche Regel gilt, löst kein System das. Es macht das Problem nur sichtbar, und das kann ein Grund sein, es zu tun, aber man sollte es vorher wissen.
Ob es sich in Ihrem Fall lohnt, klären wir im Erstgespräch. Wenn nicht, sagen wir das.
Zurück zur Übersicht: Das Unternehmens-Gehirn. Welche Aufgaben darauf aufsetzen, steht unter Aufgaben. Zum Erstgespräch, kostenlos und unverbindlich.
