Rechnungseingang prüfen und vorbereiten
Eingangsrechnungen sind der undankbarste Vorgang in der Verwaltung. Jede muss erfasst, geprüft, freigegeben, kontiert und abgelegt werden, und jede einzelne ist ein bisschen anders. Der Aufwand fällt zuverlässig an, der Wert entsteht dabei nicht, und Fehler fallen erst beim Jahresabschluss auf.
Was der Agent übernimmt
Der Agent liest die Rechnung, egal ob sie als PDF, als Scan oder im strukturierten Format kommt. Er zieht die Angaben heraus, die zählen: Rechnungssteller, Nummer, Datum, Positionen, Netto, Steuersatz, Zahlungsziel, Bankverbindung. Dann prüft er, was sich prüfen lässt:
- Stimmt die Rechnung mit Bestellung und Lieferschein überein, in Menge und Preis?
- Sind die Pflichtangaben nach Paragraf 14 Umsatzsteuergesetz vollständig?
- Gibt es diese Rechnung schon einmal, als Dublette oder als Mahnung zu einer bezahlten Rechnung?
- Passt die Bankverbindung zu der, die Sie von diesem Lieferanten kennen?
Anschließend schlägt er Konto und Kostenstelle vor und legt den Vorgang zur Freigabe vor.
Der letzte Punkt der Prüfliste ist der, über den selten gesprochen wird: Eine geänderte Bankverbindung ist das häufigste Muster beim Rechnungsbetrug. Ein Agent, der jede Rechnung gegen die bekannte Verbindung prüft, findet das zuverlässiger als ein Mensch unter Zeitdruck.
Wo die Grenze liegt
- Er bucht nicht und zahlt nicht. Er bereitet vor. Freigabe und Zahlung bleiben bei Ihnen oder Ihrem Steuerberater.
- Er ersetzt keine steuerliche Beratung. Der Kontierungsvorschlag ist ein Vorschlag.
- Bei Unstimmigkeiten stoppt er. Weicht die Rechnung von der Bestellung ab, wird sie ausgesteuert und nicht "passend gemacht".
Was Sie dafür brauchen
Sinnvoll wird das ab etwa 50 Eingangsrechnungen im Monat. Voraussetzung ist, dass Bestellungen und Lieferscheine überhaupt digital vorliegen, sonst fehlt dem Agenten die Vergleichsgrundlage. Wo das noch nicht der Fall ist, ist das der erste Schritt, nicht der Agent.
Wie wir vorgehen
Wir fangen nie mit der Technik an, sondern mit einer Messung: Wie oft fällt die Aufgabe an, wie lange dauert sie heute, und wo genau geht die Zeit verloren. Erst danach entscheiden wir gemeinsam, ob sich ein Agent überhaupt lohnt. Manchmal lautet die Antwort nein, und dann sagen wir das.
Wenn wir bauen, läuft der Agent zuerst im Beobachtungsbetrieb mit: Er schlägt vor, ein Mensch entscheidet. Erst wenn die Qualität über mehrere Wochen stimmt, bekommt er mehr Spielraum, und auch dann bleiben die Grenzen schriftlich festgelegt.
Was danach passiert, steht auf der Seite Betrieb und Wartung. Kurz gefasst: Die Qualität wird wöchentlich gegen einen Fragenkatalog gemessen, den Sie selbst zusammenstellen, und Sie bekommen das Ergebnis monatlich schriftlich.
Was das kostet
Das hängt davon ab, wie viele Systeme angebunden werden müssen und wie eindeutig Ihre Regeln sind. Eine ehrliche Einordnung statt einer Hausnummer finden Sie unter Was KI-Agenten kosten. Im Erstgespräch rechnen wir es an Ihrem Fall durch, kostenlos und unverbindlich.
